Pensionskonto
Seit 2005 wird die Alterspension aus einem Pensionskonto ermittelt: jedes Jahr eine Gutschrift, jährlich aufgewertet, am Ende geteilt durch 14. Diese Seite erklärt die Rechnung — sie führt sie nicht für Sie durch.
Teilgutschrift, Gesamtgutschrift, geteilt durch 14
Für jedes Kalenderjahr wird eine Teilgutschrift ermittelt: die Summe Ihrer Beitragsgrundlagen dieses Jahres, vervielfacht mit dem Kontoprozentsatz von 1,78 % (§ 12 Abs. 2 APG). Die Gesamtgutschrift ist die aufgewertete Summe aller bisherigen Teilgutschriften. Die monatliche Bruttopension ist nach § 5 Abs. 1 die Gesamtgutschrift geteilt durch 14.
Die 14 ist keine Darstellungsfrage: In Österreich wird 14-mal jährlich ausgezahlt, ein Jahresbetrag ist also nicht das Zwölffache des Monatsbetrags. Wir nennen hier keinen Jahresbetrag.
Die Höchstbeitragsgrundlage
In die Teilgutschrift geht höchstens die Jahreshöchstbeitragsgrundlage ein. Für 2026 beträgt die tägliche Höchstbeitragsgrundlage 231,00 €; § 12 Abs. 1 setzt die jährliche mit dem 420-fachen davon an, also 97.020,00 €. Die 420 ist ein gesetzlicher Vervielfacher und keine Anzahl von Tagen — sie bildet ab, dass die Sonderzahlungen mitzählen.
Aufwertung: zwei Zahlen, die gern verwechselt werden
Die Aufwertungszahl wertet den Kontostand auf; für 2026 beträgt sie 1,073. Achtung bei der Zuordnung: § 12 Abs. 3 Z 2 vervielfacht die Gesamtgutschrift des Vorjahres mit der Aufwertungszahl des dem betreffenden Jahr nachfolgenden Jahres, nicht mit der dieses Jahres.
Die Aufwertungsfaktoren nach § 108 Abs. 4 ASVG tun etwas anderes: Sie werten frühere Beitragsgrundlagen für die Bemessungsgrundlage auf — also für die ASVG-Seite der Parallelrechnung, nicht für das Pensionskonto.
| Jahr | Faktor |
|---|---|
| 2025 | 1,000 |
| 2024 | 1,046 |
| 2023 | 1,147 |
| 2022 | 1,214 |
| 2021 | 1,235 |
| 2020 | 1,254 |
| 2019 | 1,277 |
| 2018 | 1,302 |
| 2017 | 1,323 |
| 2016 | 1,334 |
| 2015 | 1,349 |
| 2014 | 1,372 |
| 2013 | 1,405 |
| 2012 | 1,445 |
| 2011 | 1,485 |
| 2010 | 1,502 |
| 2009 | 1,524 |
| 2008 | 1,572 |
| 2007 | 1,601 |
| 2006 | 1,628 |
| 2005 | 1,665 |
| 2004 | 1,692 |
| 2003 | 1,708 |
| 2002 | 1,715 |
| 2001 | 1,734 |
| 2000 | 1,753 |
| 1999 | 1,760 |
| 1998 | 1,784 |
| 1997 | 1,807 |
| 1996 | 1,807 |
| 1995 | 1,850 |
| 1994 | 1,907 |
| 1993 | 1,949 |
| 1992 | 2,030 |
| 1991 | 2,114 |
| 1990 | 2,211 |
| 1989 | 2,310 |
| 1988 | 2,362 |
| 1987 | 2,408 |
| 1986 | 2,463 |
| 1985 | 2,517 |
| 1984 | 2,616 |
| 1983 | 2,706 |
| 1982 | 2,782 |
| 1981 | 2,879 |
| 1980 | 3,022 |
| 1979 | 3,162 |
| 1978 | 3,307 |
| 1977 | 3,477 |
| 1976 | 3,688 |
| 1975 | 3,923 |
| 1974 | 4,174 |
| 1973 | 4,631 |
| 1972 | 5,083 |
| 1971 | 5,617 |
| 1970 | 6,118 |
| 1969 | 6,574 |
| 1968 | 7,039 |
| 1967 | 7,419 |
| 1966 | 7,946 |
| 1965 | 8,457 |
| 1964 | 9,135 |
| 1963 | 9,778 |
| 1962 | 10,476 |
| 1961 | 11,353 |
| 1960 | 12,242 |
| 1959 | 13,214 |
| 1958 | 13,509 |
| 1957 | 13,883 |
| 1956 | 14,483 |
| 1955 | 15,161 |
| 1954 | 15,665 |
| 1953 | 16,653 |
| 1952 | 17,616 |
| 1951 | 19,576 |
| 1950 | 26,423 |
| 1949 | 33,298 |
| 1948 | 39,685 |
| 1947 | 66,117 |
Diese Faktoren werten frühere BEITRAGSGRUNDLAGEN für die Bemessungsgrundlage auf — sie werten NICHT das Pensionskonto auf; dafür ist die Aufwertungszahl zuständig. Die Tabelle des Bundesgesetzblatts beginnt mit zwei Sammelzeilen („1938 und früher“, „1939 bis 1946“), die keinem einzelnen Jahr zugeordnet werden können; sie sind hier nicht aufgenommen.
Späterer Antritt, laufende Anpassung
Wer über das Regelpensionsalter von 65 Jahren hinaus arbeitet, erhält nach § 5 Abs. 4 einen Zuschlag von 0,425 % pro Monat, gedeckelt mit 15,3 %. Beide Zahlen stehen so im Gesetz.
Bereits laufende Pensionen werden mit 1. Jänner mit dem Anpassungsfaktor vervielfacht. Für 2026 wurde er mit 1,027 festgesetzt, was einer Erhöhung von 2,7 % entspricht. Wie der Faktor für ein künftiges Jahr zustande kommt, sagen wir hier nicht: der Anpassungsfaktor wird „unter Bedachtnahme auf den Richtwert“ nach § 108f ASVG festgesetzt, diese Bestimmung haben wir nicht vollständig abgerufen, und der Gesetzgeber hat die jährliche Anpassung wiederholt auch direkt gesetzlich geregelt.
Keine Mindest-, keine Höchstpension
Das Gesetz garantiert keine Mindest-Alterspension. Die Ausgleichszulage (§§ 292–293 ASVG) ist eine eigene Leistung, die auf einen Richtsatz aufstockt, gegen das gesamte Einkommen — auch das der Ehepartnerin oder des Ehepartners — geprüft wird und bei einer Teilpension gar nicht gebührt. Sie ist deshalb keine Untergrenze dieser Pension, und wir führen ihre Richtsätze hier nicht an; sie stehen in BGBl. II Nr. 263/2025 Art. 1 § 2.
Eine gesetzliche Höchstpension gibt es ebenfalls nicht. Gedeckelt ist die Beitragsgrundlage, nicht die Leistung — die verbreiteten „Höchstpension“-Beträge sind eine Folge dieses Deckels, keine gesetzliche Grenze.
Die Alterspension ist steuerpflichtiges Einkommen und die Lohnsteuer wird einbehalten. Einen Steuersatz, eine Stufe oder einen Absetzbetrag nennen wir hier nicht, weil wir das Einkommensteuergesetz für diese Seiten nicht abgerufen haben. Der Betrag nach § 5 Abs. 1 ist ein Bruttobetrag.
Warum hier kein Betrag herauskommt
Alles oben beschreibt das Pensionskonto — und das Pensionskonto allein beschreibt nur eine Erwerbsbiografie, die nach dem 1. Jänner 2005 begonnen hat. Für alle nach 1954 Geborenen mit mindestens einem Versicherungsmonat bis Ende 2004 ordnet § 16 Abs. 3 die Parallelrechnung an: Die alten ASVG-Bestimmungen werden mitgeprüft und die günstigere Variante gebührt. Das ist eine zweite vollständige Leistungsformel, die wir nicht abgebildet haben. Eine Zahl aus Gesamtgutschrift geteilt durch 14 wäre für die allermeisten Leserinnen und Leser dieser Seite deshalb nicht ihre Pension.